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Der Tränenprinz

Die Zerwürfnisse mit den Eltern sind hässlich und böse. Grenzen werden überschritten. Übelste Beleidigungen und Drohungen sind keine Seltenheit. In der Schule ist er erst der Schleimer, dann die Schwuchtel. Vermeintlichen Halt findet er in einer Clique, von der er selbst nicht mal weiß, ob er wirklich dazu gehört. In der Schule wird er gemobbt, ausgegrenzt, er fühlt sich unverstanden und einsam.In seiner Hilflosigkeit flieht er in die schwule Kölner Subkultur. Das schmierige Strichermilieu übt einen immensen Reiz aus, dessen er sich trotz aller Vorsätze nicht erwehren kann. Er treibt sich rum, tobt sich aus, nimmt Speed und glaubt zu rebellieren, indem er sich auf eine Weg-Werf-Sexualität einlässt, die immer bizarrere Dimensionen annimmt.Alles setzt er daran, seinen großen Beschützer zu finden. Das selbstzerstörerische Hochrisikoverhalten überfordert ihn komplett. Als er glaubt, einen wundervollen Mann gefunden zu haben, ist dies kein Glück, sondern Qual. Denn mittlerweile ist er von Ängsten besessen, die ins Unendliche reichen. Aus Sorge, verlassen zu werden, stürzt er sich schließlich aus dem 7. Stock eines Hochhauses.Er überlebt, verliert aber nach zig OPs seinen Unterschenkel. Die Behinderung ist doof, aber nicht tragisch.Er steht auf, versöhnt sich mit seiner Familie, gewinnt an Selbstvertrauen, indem er eine Ausbildung beginnt und beendet, der er nie viel abgewinnen konnte.Schließlich begegnet er einem Kerl, dessen maskulines Auftreten ihn immens fasziniert. Dieser verleugnet ihn unerbittlich, mitunter quengelt Max ein wenig, aber gelegentliches Ankuscheln besänftigt ihn wieder. Denn er ist sich sicher, dass das fehlende Bekenntnis noch kommen wird. Ein Irrglaube, dessen Erkenntnis ihn massiv erschüttert.Als beide die Drogen entdecken, ist dies der Anfang vom Ende einer völlig kranken Konstellation, die nie eine Chance hatte. Eine gnadenlose Desillusion lässt ihn schließlich gänzlich kollabieren. Er schmeißt sein Studium, verliert komplett den Halt. Völlig erschöpft zieht er sich zurück und muss bitterlich erkennen, vorerst restlos gescheitert zu sein. Nur der Treue und Fürsorge seines besten Freundes ist es zu verdanken, noch nicht völlig weggebrochen zu sein.Nun liegt es an ihm, die Kraft aufzubringen, wieder aufzustehen, um eine neue Perspektive zu entwickeln. Doch die Bedingungen sind hart. Die Affinität zum Medikamentenmissbrauch ist längst nicht überwunden. Die Familie zieht sich zurück. Die Jugend verfällt.

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DATEIGRÖSSE 2.63 MB
ISBN 9783752896114
AUTOR Maximilian Wiechel
DATEINAME Der Tränenprinz.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 07/05/2020

16. März 2020 ... Wenn der Tränenprinz seine Trauer herunterschluckt, seine Streicher Disco- Salven aus der Frank-Farian-Schule spielen lässt und sich in ...

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